UBS
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UBS geht auf eine Bank zurück, die im April 1862 in Winterthur gegründet wurde. Aus deren Zusammenschluss mit der Toggenburger Bank entstand 1912 die Schweizerische Bankgesellschaft, und aus deren Fusion mit dem Schweizerischen Bankverein ging im Juni 1998 die heutige UBS AG hervor. Den bislang folgenreichsten Schritt machte das Institut 2023: Am 19. März 2023 vereinbarte UBS den Kauf der angeschlagenen Credit Suisse, am 12. Juni 2023 war die Übernahme rechtlich vollzogen, und für eine Übergangszeit führte die fusionierte Bank rund 285 Filialen in der Schweiz. 2025 wies der Konzern eine Bilanzsumme von 1617 Milliarden US-Dollar aus. Sie zählt zu den weltweit grössten Vermögensverwaltern, mit einem verwalteten Vermögen von 7 Billionen US-Dollar, und gilt beim Finanzstabilitätsrat als systemrelevant, was ihr strengere Eigenkapitalvorgaben und eine besondere Aufsicht durch die FINMA einträgt. Das ist der Massstab, in welcher Liga UBS auch im privaten Hypothekargeschäft mitspielt.
Auf ihrer Hypothekenseite für Privatkunden listet UBS nicht ein einziges Standardprodukt mit ein paar Varianten, sondern 7 separat benannte und einzeln bepreiste Angebote: eine klassische Festhypothek, eine SARON-Hypothek, einen Baukredit, ein Hypo-Kontokorrent sowie 3 themenspezifische Hypotheken für Renovation, Energie und energieeffizientes Wohnen.
Festhypothek, SARON und Baukredit
Bei der Festhypothek bleibt der Zinssatz für die gesamte Laufzeit fix, UBS bietet dafür Laufzeiten von 2 bis 10 Jahren an. Wer stattdessen auf den Geldmarkt setzt, wählt die SARON-Hypothek: Der Zins ist variabel, eine feste Laufzeit gibt es nicht. Für die Bauphase selbst führt UBS einen eigenen Baukredit, ebenfalls variabel verzinst, mit einer Kreditkommission von 0.25 Prozent pro Quartal; er läuft befristet für maximal 2 Jahre. Wer laufend und flexibel auf das eigene Grundstück zugreifen will, kann daneben ein Hypo-Kontokorrent führen: variabel verzinst, unbefristet und von beiden Seiten jederzeit kündbar.
3 Hypotheken für Sanierung und Energie
Neben diesen 4 Grundformen führt UBS 3 Produkte, die sich an ein konkretes Bauvorhaben richten und nicht nur an eine Zinsstrategie. Die Hypothek Renovation gilt, wie die Bank selbst schreibt, für Renovationsprojekte zu besonders günstigen Konditionen; sie ist fest oder variabel erhältlich, mit denselben Laufzeiten wie die Festhypothek oder die SARON-Hypothek. Die Hypothek Energy finanziert gezielt Solarkollektoren, Photovoltaikanlagen oder den Ersatz einer fossilen Heizung, als Festhypothek mit 2 bis 10 Jahren Laufzeit: Wer keinen kompletten Umbau plant, sondern nur eine Solaranlage installiert oder die alte fossile Heizung ersetzt, muss dafür also nicht durch die allgemeine Renovationshypothek, sondern bekommt ein eigenes, enger zugeschnittenes Produkt. Am weitesten geht die Hypothek Green: Sie richtet sich an energieeffiziente Immobilien, kommt ebenfalls als Festhypothek mit 3 bis 10 Jahren Laufzeit und wirbt laut UBS mit einem eigenen Zinsvorteil sowie einem Eco-Bonus im Gegenwert von 500 Franken. Wie gross der Zinsvorteil gegenüber einer gewöhnlichen Festhypothek konkret ausfällt, veröffentlicht die Seite nicht; dazu verweist sie auf ein Beratungsgespräch. Alle 3 Spezialprodukte laufen damit auf dieselben Laufzeitbänder wie die gewöhnliche Festhypothek hinaus, unterscheiden sich von ihr aber im Zweck, für den das Geld fliesst, und im jeweiligen Zinsvorteil oder Bonus, den UBS dafür in Aussicht stellt.
Der Bonus fürs erste Eigenheim
Für den ersten Immobilienkauf legt UBS eine eigene Vergünstigung obendrauf. Wer laut Website eine erste Hypothek bei der Bank abschliesst, sichert sich einen Vorzugszins von 0.30 Prozent sowie ein kostenloses Bankpaket nach eigener Wahl für 2 Jahre, inklusive einer kostenlosen Platinum-Kreditkarte. Ob damit die erste Hypothek überhaupt gemeint ist, also auch eine Ablösung von einer anderen Bank, oder ausschliesslich der erste Kauf von Wohneigentum, lässt die Seite offen: Sie verwendet an verschiedenen Stellen beide Formulierungen, "erste Hypothek bei UBS" und "erstes Eigenheim". Diese Abgrenzung dürfte im Beratungsgespräch geklärt werden, nicht auf der Seite selbst. Wie lange der Zinsrabatt läuft, über die gesamte Laufzeit der ersten Hypothek oder nur für eine Anfangsperiode, nennt die Seite ebenfalls nicht ausdrücklich; klar befristet ist dort nur das Bankpaket, auf 2 Jahre.
Rechner, Beratung und das, was die Seite nicht sagt
UBS verkauft ihre Hypotheken über eine Mischung aus Online-Werkzeugen und persönlicher Beratung. Auf der Hypothekenseite selbst stehen ein Hypothekenrechner und ein separater Rechner fürs Renovationsprojekt, dazu eine laufend aktualisierte Zinsprognose mit einem abonnierbaren Newsletter zur Zinsentwicklung, mit dem sich Käuferinnen und Käufer benachrichtigen lassen können, statt die Seite selbst regelmässig zu prüfen. Wer lieber spricht statt rechnet, kann direkt online einen Termin vereinbaren oder sich persönlich beraten lassen. Ein Filialnetz stellt die Mortgages-Seite selbst nicht heraus, und wie viele der landesweiten Standorte tatsächlich Hypothekarberatung anbieten, macht sie nicht öffentlich. Zur Einordnung, wie gross dieses Netz überhaupt ist: Vor der Fusion mit der Credit Suisse betrieb UBS allein Anfang 2021 noch 240 Niederlassungen in der Schweiz, ein Jahr später noch 195; nach der Übernahme kamen für eine Übergangszeit rund 285 Filialen der fusionierten Bank zusammen, und Ende 2022, also noch vor dem Zusammenschluss, beschäftigte der UBS-Konzern weltweit 74'022 Mitarbeitende. Wie viele davon heute im Schweizer Hypothekargeschäft beraten, veröffentlicht die Seite nicht, aber die Grössenordnung zeigt, dass hinter dem breiten Produktregal ein entsprechend grosser Konzern steht und keine kleine, spezialisierte Boutique.
Konkrete Zahlen zu Belehnung, Tragbarkeit oder einem Mindesteinkommen veröffentlicht UBS auf dieser Seite nicht. Wer sie kennen will, muss den Rechner ausfüllen oder das Beratungsgespräch buchen, denn eine öffentliche Zinstabelle nach Laufzeit, wie sie andere Banken zeigen, fehlt hier ebenso.
Für wen sich das eignet
Wer ein möglichst breites Produktregal sucht, das über die übliche Wahl zwischen fest und variabel hinausgeht, findet bei UBS mit der Hypothek Energy, der Hypothek Renovation und der Hypothek Green 3 benannte Nischenprodukte, die kleinere Anbieter selten einzeln führen, dazu einen konkreten Rabatt für den allerersten Immobilienkauf. Wer dagegen vorab eine öffentliche Zinstabelle vergleichen will, findet auf dieser Seite keine; UBS rechnet die Konditionen im Einzelfall, nicht auf einer Liste, was den Vergleich mit Banken erschwert, die ihre Sätze offen ausweisen. Für eine Erstfinanzierung mit Sanierungs- oder Energieanteil ist UBS eine der wenigen Adressen, die das Thema als eigenes, separat benanntes Produkt führt und nicht nur als Fussnote zur klassischen Festhypothek.
Wer zum ersten Mal kauft, sieht dabei gleich 2 Angebote übereinandergelegt: den allgemeinen Zinsrabatt fürs erste Eigenheim und, falls die Immobilie energieeffizient ist oder saniert werden soll, zusätzlich eines der 3 Spezialprodukte. Ob sich beides tatsächlich kombinieren lässt oder ob UBS im Einzelfall nur den günstigeren der beiden Vorteile gewährt, sagt die Seite nicht; das ist eine der Fragen, die ins Beratungsgespräch gehören, nicht in eine Tabelle. Wer dagegen längst Eigentümerin oder Eigentümer ist und nur eine bestehende Hypothek erneuern will, findet in der Festhypothek und der SARON-Hypothek die beiden nüchternen Grundformen ohne Bonus und ohne Bedingungen, mit denen sich eine Ablösung ebenso abwickeln lässt wie ein Neukauf.