Bank CIC (Schweiz) AG
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Bank CIC (Schweiz) AG residiert am Marktplatz 13 in Basel, doch ihre Geschichte beginnt nicht in der Schweiz. 1871 gründeten Basler und elsässische Unternehmer die Banque d'Alsace et de Lorraine (BAL) in Strassburg. 1909 eröffnete das Haus seine ersten BAL-Schalter in Basel und übernahm die Gewerbebank Basel AG. 1931 fusionierte es mit der Société Alsacienne de Crédit Industriel et Commercial, 1984 wurden die damaligen Niederlassungen in die Bank CIAL (Schweiz) AG umgewandelt, und 1997 kam eine Fusion mit der Banque de l'Union Européenne en Suisse SA dazu. 2008 übernahm das Haus die Vermögensverwaltungsgesellschaft ICM Finance SA und nannte sich in Bank CIC (Schweiz) AG um, den Namen, unter dem es bis heute firmiert. 2024 erhöhte die Bank ihr Kapital um CHF 300 Millionen. Eigentümerin ist zu 100 % die Crédit Industriel et Commercial (CIC) in Paris, die wiederum zur Crédit Mutuel Alliance Fédérale gehört, einer der grossen genossenschaftlich verankerten Bankengruppen Frankreichs. Neben der Immobilienfinanzierung führt CIC (Schweiz) auch Anlagelösungen, Vorsorgeprodukte sowie Konten und Zahlungsverkehr, das Haus deckt damit das Spektrum einer klassischen Universalbank ab und ist nicht auf das Hypothekengeschäft beschränkt.
8 Standorte, ein fokussierter Kreis
An 8 Standorten in den 3 Sprachregionen, Basel und Zürich in der Deutschschweiz, Freiburg, Genf, Lausanne, Neuchâtel und Sion in der Romandie, dazu Lugano im Tessin, beschäftigt die Bank nach eigenen Angaben fast 480 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Betreut werden dort grosse und mittlere Unternehmen, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie vermögende Privatkundinnen und Privatkunden. Das ist bewusst kein Filialnetz für die breite Masse, sondern eine Handvoll Standorte für eine eher wohlhabende, unternehmerisch geprägte Kundschaft. Wer in einer dieser 8 Städte wohnt oder arbeitet, hat einen Berater vor Ort, wer anderswo in der Schweiz lebt, wendet sich an die Niederlassung in der eigenen Sprachregion. Die Aufteilung der Standorte über alle 3 Landesteile ist zugleich eine Ansage, wo die Bank sich nicht engagiert: In der übrigen Deutschschweiz jenseits von Basel und Zürich gibt es keine eigene Niederlassung, wer dort wohnt, wird aus der nächstgelegenen Stadt heraus betreut.
6 Wege zur Immobilienfinanzierung
Auf der Immobilienfinanzierungsseite stellt die Bank 6 Kreditformen nebeneinander: Festhypothek, variable Hypothek, Flex Hypothek, Kontokorrentkredit, Baukredit und Landkredit. Das Angebot deckt dabei mehr als den Erstkauf ab: Auf derselben Seite nennt die Bank ausdrücklich auch Neubau, Renovation und die Erneuerung bestehender Hypotheken als Anwendungsfälle für Privatkundschaft, für Unternehmen zusätzlich die Suche nach und die Finanzierung von Anlageobjekten. Wer Planungssicherheit sucht, findet sie in der Festhypothek: Der Zinssatz bleibt über die gesamte Laufzeit von 2 bis 10 Jahren gleich. Das Modell passt zu allen, die mit festen Werten kalkulieren wollen oder mit steigenden Zinsen rechnen. Die variable Hypothek verzichtet dagegen ganz auf eine feste Laufzeit, ihr Zins folgt der aktuellen Marktsituation, und eine Auflösung ist jederzeit möglich, allerdings nur unter Einhaltung einer 6-monatigen Kündigungsfrist. Das eignet sich für alle, die flexibel bleiben, von den Bewegungen des Marktes profitieren wollen und das entsprechende Risiko tragen können.
Am eigenständigsten ist die Flex Hypothek. Ihr Zinssatz basiert auf dem täglich aufgezinsten SARON, von der Bank selbst als SARON Compound bezeichnet, mit einer Laufzeit von 1, 3 oder 6 Monaten. Der tatsächliche Zinssatz steht dabei erst am Ende der jeweiligen Periode fest. Wer sich für dieses Modell entscheidet, verpflichtet sich zu einer Mindestvertragsdauer von 3 Jahren, kann das Produkt aber jeweils zum Ende einer Laufzeit wechseln. Das Modell richtet sich an alle, die von in der Regel tieferen Geldmarktzinsen profitieren oder sinkende Zinsen erwarten und Zinsschwankungen innerhalb dieser kurzen Perioden tragen können.
Für kurzfristigen, unbefristeten Finanzierungsbedarf gibt es zusätzlich einen Kontokorrentkredit, verzinst variabel zuzüglich einer Kreditkommission von 0,25% pro Jahr, praktisch das laufend nutzbare Gegenstück zur variablen Hypothek, inklusive flexibler Rückzahlung. Wer baut, greift zum Baukredit: Er läuft auf Kontokorrentbasis mit variablem Zins, erlaubt Teilkonsolidierungen während der Bauphase und wird nach Bauvollendung automatisch in eine Hypothek umgewandelt. Für baureifes Land, das erst noch (vor-)finanziert werden soll, bietet die Bank separat den Landkredit an, mit festem oder variablem Zins und einer maximalen Laufzeit von 2 Jahren.
Was CIC (Schweiz) nicht finanziert
Eine Einschränkung nennt die Bank ausdrücklich auf derselben Seite: CIC (Schweiz) finanziert keine Bauprojekte und keine Immobilien im Ausland. Wer ein Chalet jenseits der Grenze kaufen oder dort ein Haus bauen will, ist bei dieser Bank an der falschen Adresse. Innerhalb der Schweiz deckt das Angebot dagegen sowohl private Wohneigentümerinnen und Wohneigentümer als auch Unternehmen ab, die ihr Immobilienportfolio erweitern wollen. Die Seite spricht beide Zielgruppen ausdrücklich gemeinsam an, mit Formulierungen, die sich an Unternehmen ebenso richten wie an Privatpersonen, die ihr eigenes Zuhause planen.
Zahlen, die auf der Seite fehlen
Konkrete Zinssätze für die Festhypothek, die variable Hypothek oder die Flex Hypothek nennt die Immobilienfinanzierungsseite nicht, einzig die Kreditkommission des Kontokorrentkredits ist mit 0,25% pro Jahr öffentlich beziffert. Wer eine Zahl sehen will, muss ein Beratungsgespräch anfragen, dazu lädt ein eigener Button direkt unter der Modellübersicht ein. Auch zu Belehnung, Tragbarkeit oder einer geforderten Mindest-Eigenkapitalquote äussert sich die Seite nicht, das bleibt offensichtlich dem persönlichen Gespräch vorbehalten. Kontozinssätze veröffentlicht die Bank dagegen auf einer eigenen Seite unter der Rubrik Bedingungen und Tarife, für Hypothekarzinsen gibt es keine vergleichbare Übersicht. Wer vorab eine Hausnummer zum Vergleichen sucht, findet sie hier nicht, wer stattdessen direkt mit einer Beraterin oder einem Berater sprechen will, ist an der richtigen Adresse.
Für wen sich das eignet
Bank CIC (Schweiz) AG passt zu Leuten, die eine Filiale mit persönlicher Beratung in einer der 8 Städte erreichen können und keine vorab publizierten Zinstabellen zum Vergleichen brauchen, sondern lieber direkt ins Gespräch gehen. Für SARON-Interessierte ist die Flex Hypothek mit ihrer täglich aufgezinsten Verzinsung und den kurzen 1-, 3- oder 6-monatigen Perioden eine der genauer spezifizierten Varianten im Markt, allerdings mit einer Bindung von mindestens 3 Jahren, bevor ein Produktwechsel möglich ist. Wer ein Objekt im Ausland kaufen oder dort bauen will, muss sich woanders umsehen, das schliesst die Bank selbst aus. Für Firmenkundschaft und vermögende Privatkundschaft in allen 3 Sprachregionen, die eine Bank mit einer bis ins Jahr 1871 zurückreichenden Geschichte und dem Rückhalt einer französischen Bankengruppe im Rücken schätzt, bleibt CIC (Schweiz) trotz der überschaubaren Zahl an Standorten eine ernstzunehmende Adresse für die Immobilienfinanzierung. Wer dagegen in einer der übrigen Deutschschweizer Städte wohnt und Wert auf eine Filiale um die Ecke legt, findet dort keine, das Netz endet an den 8 genannten Standorten.