AEK BANK 1826

Hofstettenstrasse 2, 3600 Thun · seit 1826

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Wer bei der AEK Bank 1826 eine Hypothek sucht, findet auf ihrer eigenen Seite ein auffallend schmales Angebot: nur eine Festhypothek und eine Geldmarkthypothek, einsortiert unter dem Menüpunkt Finanzierungen und dort weiter aufgeteilt in Wohneigentum und Rendite-Anlageobjekte. Keine SARON-Hypothek mit eigenem Namen, keine variable Hypothek als drittes Produkt, kein separat ausgewiesenes Baukreditprodukt. Die 1826 in Thun gegründete Genossenschaftsbank feiert 2026 ihr 200-jähriges Bestehen und nutzt das Jubiläumsjahr sichtbar, mit einer eigenen Jubiläumsseite, einem Jubiläumsbus, der seit Januar 2026 durch Thun fährt, und einem Jubiläumsfonds, der bereits die ersten Projekte ausgewählt hat.

Von der EKAT zur AEK BANK 1826

Die Geschichte der Bank beginnt 1826: Sie wurde laut eigener Darstellung als gemeinnützige Institution von weitsichtigen Thuner Geschäftsmännern gegründet, mit dem Ziel, eine Einrichtung für sicheres Sparen und einfaches Finanzieren zu schaffen. Ihren ersten Namen legte sie früh ab, aus der EKAT wurde die Amtsersparniskasse Thun, kurz AEK Thun. 1908 gehörte sie bereits zu den 10 grössten Banken im Kanton Bern. 1951 kaufte und baute die AEK Thun ihren heutigen Hauptsitz am Thuner Lauitor, wo die Bank bis heute eine Niederlassung führt. Ihr 100-Jahr-Jubiläum beging sie mit Feierlichkeiten, einer eigenen Jubiläumsschrift und einer grossen Vergabung, wie die Bank auf ihrer Geschichtsseite schreibt. Zwischen 1986 und 2006 wurde aus der Amtsersparniskasse Thun schliesslich offiziell die AEK BANK 1826, der Name, unter dem das Institut bis heute auftritt und der die Gründungsjahreszahl fest im eigenen Markennamen trägt.

Eine Genossenschaft, die sich selbst gehört

Anders als manche Nachbarbank ist die AEK Bank keine Aktiengesellschaft: Als Genossenschaft ohne Grundkapital gehört sie sich nach eigener Beschreibung selbst. Zahlen zu ihrer Grösse veröffentlicht sie ungewöhnlich offen. 166 Mitarbeiter:innen plus 11 Lernende prägen nach eigenen Angaben die Dienstleistungen, die Produkte und das Image der Bank, die mit einer Bilanzsumme von über CHF 6 Milliarden zu den grössten unabhängigen Regionalbanken der Schweiz zählt. Ihre Eigenmittelquote gibt sie mit 21.1 % an, verglichen mit einer erforderlichen Quote von 12.8 %. Kundinnen und Kunden werden in 14 Niederlassungen in der Region betreut, aufgeteilt in 10 Niederlassungen rund um den Thunersee, 2 Niederlassungen im Niedersimmental und einem Standort in der Stadt Bern selbst, dazu kommen 9 stationäre und 4 mobile Bancomaten. Insgesamt zählt die Bank nach eigenen Angaben rund 74'000 Privatkunden, KMU, Freischaffende, Stiftungen, Vereine und öffentlich-rechtliche Körperschaften zu ihrer Kundschaft und beschreibt sich selbst als regionale Universalbank. Der Hauptsitz liegt an der Hofstettenstrasse 2 in 3600 Thun, erreichbar unter 033 227 31 00; von Montag bis Freitag ist die Bank von 08.00 bis 12.15 Uhr und von 13.15 bis 17.00 Uhr telefonisch für Kundinnen und Kunden da.

200 Jahre: Jubiläumsbus, Jubiläumsfonds und ein neuer CEO

2026 ist für die AEK Bank ein Jubiläumsjahr, und das Institut feiert es mit mehr als einer Werbezeile. Die Jubiläumsseite trägt den Titel 200 Jahre AEK BANK 1826 und dankt darin den Kundinnen und Kunden mit Geschichten, Events und einem monatlichen Quiz. Ein Jubiläumsbus, beschriftet mit 200 Jahre AEK BANK 1826, wurde am Donnerstag, den 8. Januar 2026, feierlich eingeweiht und ist seit dem 9. Januar 2026 auf Thuner Strassen unterwegs. Parallel dazu läuft ein Jubiläumsfonds für grössere Vorhaben, die einen klaren Mehrwert für die Region schaffen und der breiten Öffentlichkeit nachhaltig zugutekommen sollen. Eine Jury aus Mitarbeitenden der Bank und externen Personen hat aus den Eingaben zweier inzwischen abgelaufener Einreichefristen, dem 30. September 2025 und dem 30. April 2026, schlussendlich 12 Projekte berücksichtigt. Dazu erschien ein Jubiläumsbuch mit dem Titel 200 Jahre AEK BANK 1826 sowie ein Jubiläumsfilm mit Mitarbeitenden, Pensionierten und Kundinnen und Kunden. Ins Jubiläumsjahr fällt auch ein Wechsel an der Spitze: Roger Brechbühler ist neuer Vorsitzender der Geschäftsleitung, und die Bank feierte auf ihrer Startseite bereits seine ersten 100 Tage im Amt. Die 199. Generalversammlung verabschiedete zudem ein nach eigenen Angaben erfolgreiches Geschäftsjahr 2025.

Ein bewusst schmales Hypothekenangebot

Wer über die Startseite in die Finanzierungen klickt, landet nicht in einem Baukasten aus einem Dutzend Varianten, sondern bei genau 2 Produkten, der Festhypothek und der Geldmarkthypothek. Für die Festhypothek veröffentlicht die Bank auf ihrer Zinsseite eine Tabelle mit eigenen Sätzen für Laufzeiten von 1 bis 10 Jahren, allerdings ohne erkennbares Datum, ab wann diese Sätze gelten. Da Hypothekarzinsen sich wöchentlich verändern können, nennt dieser Text deshalb bewusst keine der dort aufgeführten Prozentzahlen. Die Geldmarkthypothek preist die Bank gar nicht öffentlich, sondern ausschliesslich auf Anfrage. Wer wissen will, ob sich ein konkretes Objekt überhaupt finanzieren lässt, kann den Hypothekenrechner nutzen, den die Bank selbst mit der Frage bewirbt, ob man sich sein Traumhaus leisten kann. Der Rechner soll mit wenigen Eingaben klären, ob die finanziellen Mittel für den Kauf des Wunschobjekts ausreichen und wie hoch die monatlichen Kosten ausfallen würden. Wer die persönliche Beratung sucht, findet über einen Beraterfinder die zuständige Ansprechperson.

Zu den wenigen Zahlen, die die Bank zu ihren Finanzierungsbedingungen öffentlich macht, gehören die Eigenkapitalanforderung und die Amortisationsfrist. Käuferinnen und Käufer müssen mindestens 20 % der Kaufsumme selbst einbringen, die restlichen maximal 80 % finanziert der Hypothekarkredit. Die gesamten Liegenschaftskosten dürfen dabei nicht mehr als ein Drittel des Einkommens überschreiten, und eine zweite Hypothek muss laut Bank innerhalb von 15 Jahren zurückgeführt werden. Für die Tragbarkeitsrechnung selbst verwendet die Bank nach eigener Angabe kalkulatorische Zinssätze von 4.5 % beziehungsweise 5.5 %, damit sich das Objekt auch bei steigenden Zinsen noch leisten lässt.

Engagement im Berner Oberland

Über das reine Bankgeschäft hinaus positioniert sich die AEK Bank als Sozial-, Kultur-, Natur- und Sportförderin, die nach eigenen Angaben jährlich rund 600 Vereine, Projekte und Anlässe im eigenen Geschäftsgebiet unterstützt und dabei ESG-Kriterien berücksichtigt. Der Jubiläumsfonds mit seinen 12 ausgewählten Projekten ist die aktuellste, konkret bezifferte Ausprägung dieses Engagements.

Für wen sich die AEK Bank eignet

Wer im Raum Thun, am Thunersee, im Niedersimmental oder in Bern selbst wohnt oder kaufen will und eine Genossenschaftsbank statt einer Aktiengesellschaft bevorzugt, findet in der AEK Bank ein Institut, das seine Grösse, seine Eigenmittelquote und seine Kundenzahl ungewöhnlich offen kommuniziert. Das Hypothekenangebot selbst ist bewusst schmal. Wer eine SARON-Hypothek, eine variable Hypothek oder einen separat ausgewiesenen Baukredit sucht, wird auf dieser Seite nicht fündig und muss das persönliche Gespräch suchen. Wer dagegen mit einer Festhypothek oder einer Geldmarkthypothek plant, bekommt einen Rechner, der die Finanzierbarkeit vorab abschätzt, und eine Bank, die mitten in ihrem 200-Jahr-Jubiläum steckt, mit einem eigenen Bus auf den Strassen Thuns und einem Fonds, der bereits ein Dutzend regionale Projekte fördert.

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