Aargauische Kantonalbank

Bahnhofplatz 1, Aarau · seit 1913

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Die Aargauische Kantonalbank baut ihr Wohnen-Angebot nicht als eine einzelne Hypothekenseite auf, sondern als Weg mit 5 Stationen: Traumimmobilie finden, Wohneigentum finanzieren, Umziehen, Sorgenfreies Wohnen im Alter und Schutz vor Naturgefahren. Wer sich auf der AKB-Website zum Thema Wohnen bewegt, landet nicht auf einer Produktliste, sondern wird durch die tatsächlichen Etappen eines Immobilienkaufs geführt, von der ersten Suche bis zur Frage, was mit der Hypothek nach der Pensionierung passiert. Der Hauptsitz der Bank liegt am Bahnhofplatz 1 in Aarau, geführt unter der Clearing-Nummer 761 und dem BIC/Swift-Code KBAGCH22. Diese Struktur ist für eine Kantonalbank ungewöhnlich und macht die AKB zu einer Ansprechpartnerin, die über die reine Kreditvergabe hinausdenkt.

Am Anfang des Wegs steht die Suche selbst. Die AKB verweist dafür auf newhome.ch, das gemeinsame Immobilienportal der Kantonalbanken, und ergänzt es um eigene Inhalte: einen Blogartikel zur Frage «Kaufen oder Mieten, was passt zu Ihnen?» und einen zweiten dazu, worauf bei der Lage eines Hauses neben dem Kaufpreis zu achten ist, etwa Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, der öffentliche Verkehr und die Steuerbelastung der Gemeinde. Dazu kommt eine Übersicht aktueller Neubauprojekte aus der Region Aargau, Olten, Gösgen und Gäu, mit der sich Interessierte direkt an konkreten Bauvorhaben orientieren können, statt allein auf eine generische Suchmaske angewiesen zu sein.

Wohneigentum finanzieren: was die Bank tatsächlich verlangt

Bei der Finanzierung wird die AKB konkret, wo viele andere Banken vage bleiben. Auf ihrer eigenen Seite erklärt sie eine Hypothek als Grundpfandrecht: Wer einen Teil der Kosten für Bau oder Kauf einer Immobilie von der Bank übernehmen lässt, gibt die Liegenschaft im Gegenzug als Pfand, und der Wert der Immobilie bestimmt die Höhe der möglichen Hypothek. Konkret nennt die Bank eine Eigenmittelquote: Wer eine Finanzierung will, muss mindestens 20 Prozent des benötigten Betrags selbst aufbringen, aus Sparguthaben, Wertschriften, Vorsorgegeldern oder einer Lebensversicherung. Bei einem Vorbezug oder einer Verpfändung von Geldern aus der zweiten oder dritten Säule gilt eine zusätzliche gesetzliche Grenze: Mindestens 10 Prozent der erforderlichen Eigenmittel müssen aus frei verfügbarem Vermögen stammen und dürfen nicht der Pensionskasse entnommen werden. Wer wissen will, ob das eigene Budget für den Wohntraum reicht, kann das direkt mit dem Hypothekarrechner der Bank durchspielen, und eine eigene FAQ-Seite beantwortet nach Angabe der Bank Fragen von der Tragbarkeit bis zur Amortisation.

4 Hypothekenmodelle, von der Festhypothek bis zur SARON-Hypothek

Für die eigentliche Finanzierung bietet die AKB 4 Modelle an, die sich in Zinsbindung und Zweck unterscheiden. Die AKB Festhypothek gibt eine feste Laufzeit mit festem Zinssatz und damit Sicherheit für die Budgetplanung. Die AKB SARON-Hypothek orientiert sich stattdessen am Schweizer Geldmarkt, bleibt beim Produktwechsel flexibel und wirbt mit einem nach eigener Aussage attraktiven und transparenten Zinssatz. Für nachhaltige Eigentümerinnen und Eigentümer gibt es die AKB Green Hypothek, die laut Bank keine Minimal- oder Maximalbeträge kennt und für die gesamte Laufzeit einen Vorteilszinssatz gewährt. Wer stattdessen energetisch saniert, kann die AKB Sanierungshypothek nutzen, die den Vorteilszinssatz auf 5 Jahre befristet. Einen Prozentsatz nennt die Bank zu keinem der 4 Modelle. Auf ihrer eigenen Zinsseite, gültig ab 1. Juli 2025, listet die AKB zwar Kontozinsen bis auf 2 Dezimalstellen genau auf, von 0,00 Prozent auf dem Privatkonto bis 0,05 Prozent auf dem Sparkonto Jugend, bei der Zeile Hypotheken steht dort aber nur der Vermerk «Auf Anfrage». Wer den eigenen Zinssatz kennen will, braucht den Hypothekarrechner oder ein Gespräch mit einer Beraterin oder einem Berater vor Ort.

Für Firmen: Immobilienfinanzierung und Sustainable Lending

Auch für Unternehmen und institutionelle Eigentümer baut die AKB eine eigene Angebotsschiene. Unter Immobilienfinanzierung stehen bei Neu-, Um- oder Anbauten dieselben 4 Hypothekenmodelle zur Verfügung wie im Privatkundengeschäft. Daneben führt die Bank unter Sustainable Lending 2 weitere Kreditformen: den AKB Sustainability-linked Loan, der laut Bank an mehrere strategische Nachhaltigkeitsziele gekoppelt ist und bei Zielerreichung einen Zinsvorteil bringt, und den AKB Sustainability Loan für Projekte mit ökologischem oder sozialem Nutzen, der gegenüber einem regulären Investitionskredit ebenfalls einen Zinsvorteil bietet. Ergänzt wird das Firmenangebot um klassische Instrumente wie Betriebskredit, Investitionskredit und Handelsfinanzierung, mit denen die AKB auch ausserhalb des reinen Immobiliengeschäfts als Finanzierungspartnerin für den Kanton auftritt.

Umzug, Ruhestand und Naturgefahren: der Weg hört bei der Hypothek nicht auf

Wer einmal finanziert hat, den begleitet die AKB weiter. Auf der Seite Umziehen stellt die Bank Checklisten für die Zeit vor, während und nach dem Umzug bereit, dazu Musterbriefe für die Kündigung des Mietvertrags und die Adressänderung sowie eine Anleitung, in 3 Schritten von einer anderen Bank zur AKB zu wechseln. Wertsachen, die beim Umzug auftauchen, lassen sich in einem Schliessfach der Bank hinterlegen, das an ausgewählten Geschäftsstellen angeboten wird. Für die Zeit nach der Pensionierung hat die AKB eine eigene Seite reserviert: Sorgenfreies Wohnen im Alter beschreibt 3 Grundoptionen, im Eigenheim zu bleiben, eine kleinere Liegenschaft zu kaufen oder in eine Mietwohnung zu wechseln, und verspricht ausdrücklich, dass eine bestehende Hypothek auch nach der Pensionierung bestehen bleibt, wenn Kundinnen und Kunden ihren Verpflichtungen zuverlässig nachgekommen sind. Die letzte Station, Schutz vor Naturgefahren, richtet sich an alle, die ihr Eigenheim gegen Starkregen, Hagel, Sturm, Hochwasser und Erdbeben absichern wollen, und verweist auf die Plattform der Aargauischen Gebäudeversicherung, die gemeinsam mit dem Hauseigentümerverband Schweiz, dem Schweizerischen Gemeindeverband, dem Schweizerischen Versicherungsverband, dem SIA und dem Verband Schweizerischer Kantonalbanken betrieben wird.

Eine Bank mit Wurzeln im Jahr 1854

Die AKB in ihrer heutigen Form ist jünger, als der Name vermuten lässt. Die Wurzeln liegen in der 1854 vom Grossen Rat gegründeten Aargauischen Bank, einem halbstaatlichen Institut mit einem Aktienkapital von 1 Million Franken, an dem sich der Kanton zur Hälfte beteiligte. Erst am 1. Januar 1913 übernahm die neu gegründete, vollständig staatliche Aargauische Kantonalbank deren Geschäft. Über die Jahrzehnte kamen mehrere Institute hinzu: 1994 übernahm die AKB die Freiämter Bank SLO, 1999 die Sparkasse Mättenwil in Brittnau, und 2001 entstand aus der Übernahme der Bank Austria Creditanstalt (Schweiz) AG die AKB Privatbank Zürich AG, die 2013 wieder verkauft wurde, an die IHAG Privatbank. Die Bilanzsumme wuchs von 100 Millionen Franken im ersten Geschäftsjahr 1913 über die erste Milliarde 1966 und über 5 Milliarden zum 75-Jahr-Jubiläum 1988 bis auf über 22 Milliarden zum 100-Jahr-Jubiläum 2013. Ende 2025 lag sie bei 41,9 Milliarden Franken, bei rund 1035 Mitarbeitenden und einem Jahresgewinn von etwas mehr als 197 Millionen Franken.

Green Bonds und die Stiftung LEBENSRAUM AARGAU

Die beiden Engagements, für die die AKB bekannt ist, lassen sich beide auf der eigenen Website belegen. Über eigene Anleihen, von der Bank als «Green Bonds» bezeichnet, können Anlegerinnen und Anleger nach eigener Aussage nachhaltig investieren, zuletzt mit einer am 28. August 2026 lancierten neuen Anleihe mit einer Laufzeit von 2.75 Jahren. Mit der gemeinnützigen Stiftung LEBENSRAUM AARGAU fördert die Bank ausserdem soziale, kulturelle und ökologische Projekte im Aargau sowie im Raum Olten-Gösgen-Gäu. Das Stiftungskapital beträgt CHF 5 Millionen, jährlich kommt bis zu 1 Prozent des Bankgewinns hinzu. Im zweiten Trimester 2026 vergab die Stiftung nach eigenen Angaben 73 Projekte mit gesamthaft CHF 444'800, und Gesuche lassen sich 3 Mal im Jahr einreichen. Beide Engagements zeigen eine Bank, die ihren gesetzlichen Auftrag als Staatsinstitut auch ausserhalb der reinen Kreditvergabe ernst nimmt.

Für wen sich die AKB eignet

Die AKB eignet sich vor allem für Menschen, die im Kanton Aargau oder in der Region Olten-Gösgen-Gäu wohnen oder dort kaufen wollen und eine Bank suchen, die den ganzen Weg von der Suche bis zum Ruhestand mitdenkt, statt nur eine Hypothek zu vermitteln. Wer bereits vor dem ersten Beratungstermin einen konkreten Hypothekarzins sehen möchte, findet auf der Zinsseite der Bank zwar Kontozinsen bis auf die Dezimalstelle, bei den Hypotheken selbst aber nur den Vermerk «Auf Anfrage». Die 4 Hypothekenmodelle werden auf den Produktseiten nur mit ihren Eigenschaften beschrieben, das genaue Angebot kommt erst über den Hypothekarrechner oder das persönliche Gespräch. Wer diesen Umweg in Kauf nimmt, bekommt dafür eine Bank mit Wurzeln im Jahr 1854, mit rund 1035 Mitarbeitenden, einer Bilanzsumme von 41,9 Milliarden Franken und einem Wohnen-Weg, der auch nach der Vergabe der Hypothek nicht endet, bei der Frage nach dem sorgenfreien Wohnen im Alter, dem Schutz vor Naturgefahren oder dem eigenen Beitrag zur Lebensqualität im Aargau über die Stiftung LEBENSRAUM AARGAU.

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