monfin ag
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Wer in der Schweiz eine Hypothek sucht, bekommt meistens nur ein einziges Angebot: das der eigenen Hausbank. monfin ag aus Muri bei Bern dreht dieses Prinzip um. Die Firma vergleicht für ihre Kundinnen und Kunden gemäss eigenen Angaben über 30 Kreditanbieter, darunter neben Banken auch Versicherungen und Pensionskassen, und begründet ihre Unabhängigkeit mit einem konkreten Detail: Die Hypotheken-Profis von monfin erhalten einen Fixlohn und werden nicht nach der Anzahl abgeschlossener Hypotheken beurteilt. Wer eine Hypothek aufnimmt, erneuert oder eine Immobilie finanzieren will, bekommt bei monfin also nicht die Vertretung einer einzelnen Bank, sondern jemanden, dessen persönliches Einkommen laut eigener Darstellung nicht davon abhängt, welchen Anbieter er am Ende empfiehlt.
Der Hypotheken-Check: Vergleich über 30 Anbieter
Der Hypotheken-Check ist das Kernprodukt von monfin im Immobilienbereich, erreichbar über die eigene Seite monfin.ch/immobilien/hypotheken-check. Die Firma schreibt dort, sie berücksichtige abgesehen von Banken auch Versicherungen, Pensionskassen und andere Geldgeber, und achte nicht nur auf den Zins, sondern auch auf Flexibilität und die Amortisationspflicht der einzelnen Angebote. Das ist ein relevanter Punkt: Versicherungen und Pensionskassen bieten in der Praxis oft längere Festlaufzeiten an als klassische Banken, verlangen dafür aber häufig eine strengere Prüfung der Bonität.
Für die Frage, wie viel Eigenkapital ein Kauf erfordert und wie teuer eine Immobilie maximal sein darf, hat monfin einen eigenen Online-Rechner gebaut, den monfin-Hyporechner. Wie viel Ersparnisse eine Kundin oder ein Kunde für den Wohntraum braucht oder wie teuer die Immobilie maximal sein darf, lasse sich damit kalkulieren, schreibt die Firma auf ihrer Startseite. Als Massstab nennt sie dort den in der Schweiz üblichen Wert: Der Traum vom Eigenheim scheitere bei vielen bereits an den 20 Prozent Eigenmitteln oder spätestens an der Tragbarkeitsrechnung. Der Rechner ersetzt kein Beratungsgespräch, gibt aber vor einem ersten Termin eine erste Grössenordnung vor, was in der Praxis viele Kaufinteressenten ohnehin zuerst wissen wollen.
Als Beispielrechnung nennt monfin auf der Hypotheken-Check-Seite selbst folgendes Szenario: Bei einer Hypothek über CHF 650'000 spare eine Kundin oder ein Kunde über eine 10-jährige Laufzeit CHF 32'250, wenn das gefundene Angebot 0.5 Prozentpunkte günstiger ausfalle als die ursprüngliche Offerte. Ob sich im Einzelfall tatsächlich ein solcher Unterschied findet, hängt naturgemäss vom jeweiligen Kreditprofil ab, aber die Grössenordnung zeigt, worum es beim Vergleich mehrerer Anbieter überhaupt geht.
Ablauf, Preis und Garantie
monfin beschreibt den Weg zur Hypothek in 5 Schritten: Lernen (5 Schulungsvideos zu den Grundlagen des Schweizer Hypothekenmarkts), Verstehen (ein Bedürfnisgespräch zu Vermögen und Einkommensentwicklung), Vorbereiten (eine Checkliste für die nötigen Unterlagen), Beraten (der eigentliche Marktvergleich über die genannten Kreditgeber) und Umsetzen (die administrative Abwicklung bei einem Anbieterwechsel). Bei bestehenden Kundinnen und Kunden beginnt monfin die Erneuerung nach eigenen Angaben bereits rund ein Jahr vor Ablauf der jeweiligen Tranche, weil sich Konditionen und Verhandlungsspielraum innerhalb weniger Tage ändern können. Die Firma beschreibt sich als lizenzierte Partnerin der bekanntesten Banken und Versicherungen sowie einiger Pensionskassen.
Der Hypotheken-Check selbst kostet CHF 280.- für einen unabhängigen Marktvergleich, ist aber kostenlos, wenn die Finanzierung anschliessend über monfin abgeschlossen wird. Der Grund dafür steht direkt daneben, in einer Fussnote auf derselben Seite: Als lizenzierte Hypothekenvermittlerin erhält monfin bei Abschluss einer Hypothek zwischen 0.20 und 1.00 Prozent der Hypothekarsumme als Vermittlungsentschädigung von der abschliessenden Bank, Versicherung oder Pensionskasse, was die Firma nach eigener Aussage transparent ausweist. Das erklärt auch, wie sich die beiden Aussagen zusammenfügen: Das Unternehmen verdient an einem Abschluss, die einzelnen Beraterinnen und Berater werden laut eigener Darstellung trotzdem fix entlöhnt und ohne persönliche Verkaufsziele beurteilt. Der finanzielle Anreiz, unnötig zu einem Abschluss zu drängen, liegt damit auf Unternehmens-, nicht auf Personalebene.
Wer mit der Dienstleistung nicht zufrieden ist, bekommt laut monfin gar keine Rechnung gestellt, ein sogenanntes Geld-zurück-Versprechen.
Mehr als nur Hypotheken
monfin positioniert sich nicht als reiner Hypothekenvermittler, sondern als Finanzplanungsfirma mit 5 Themenfeldern: Kapital, Vermögen, Risiken, Steuern und Immobilien. Der Hypotheken-Check ist nur einer von mehreren "Checks", etwa auch ein Steuer-Check, ein Risiko-Check oder ein Drei-Säulen-Check. In der Praxis heisst das, eine Hypothekarberatung bei monfin wird regelmässig zusammen mit Fragen zu Steuerplanung oder Vorsorge besprochen statt isoliert. Auf der Website tritt für den Immobilienbereich Marc Meier auf, geführt mit den Titeln CAS in Finance & Banking, CAS in Leadership, Betriebsökonom FH und Versicherungsvermittler VBV. Mehrere auf der Website veröffentlichte Kundenstimmen, etwa vom Wohnungsbesitzer Oliver Müller oder vom Unternehmer Thomas Moser, beziehen sich namentlich auf die Zusammenarbeit mit Marc bei Hypothek und Finanzplanung, ein Hinweis darauf, dass die Beratung nicht anonym über ein Callcenter läuft, sondern über feste Ansprechpersonen.
Rund um den Hypotheken-Check bietet monfin 2 weitere, im Ablauf anschliessende Immobilien-Checks an. Für Leute, die noch am Anfang des Wohntraums stehen, gibt es den Finanzierungs-Check: Dabei eruiert monfin die Möglichkeiten, erklärt die Grundlagen und gibt Tipps für die Kaufverhandlung, bevor überhaupt ein konkretes Angebot verglichen wird. Am anderen Ende der Reise steht der Immobilie-verkaufen-Check. monfin beschreibt vermeidbare Steuern, einen zu niedrig durchgesetzten Verkaufspreis und zu hohe Maklerkosten als die teuersten Fehler beim Immobilienverkauf und bietet dafür eigene Immobilien-Profis auf. Die Kundenstimme von Oliver Müller bestätigt, dass monfin in seinem Fall tatsächlich als Maklerfirma für den Verkauf der eigenen Wohnung aufgetreten ist, bevor die Hypothek für den Neukauf über dieselbe Firma organisiert wurde. Für Leute, die eine bestehende Liegenschaft verkaufen und gleichzeitig die nächste finanzieren müssen, deckt monfin damit beide Seiten des Geschäfts ab, was bei reinen Hypothekenvermittlern eher selten vorkommt.
Für wen sich das eignet
Der Hypotheken-Check richtet sich an Leute, die entweder keine Zeit oder keine Lust haben, selbst mehrere Bankangebote einzuholen und zu vergleichen, oder die schlicht unsicher sind, ob das Angebot der eigenen Hausbank marktgerecht ist. Besonders sinnvoll ist er bei einer anstehenden Hypothekarerneuerung, weil dort Verhandlungsspielraum regelmässig ungenutzt bleibt, sowie für Käuferinnen und Käufer, die zuerst wissen wollen, wie viel Eigenmittel sie tatsächlich brauchen, bevor sie überhaupt eine Liegenschaft besichtigen. Besonders relevant ist das Angebot laut eigener Aussage von monfin zudem in den 10 Jahren vor der Pensionierung, weil die Firma gestaffelte Amortisationsmöglichkeiten in dieser Phase ausdrücklich als Option nennt, um Steuern zu optimieren, statt die Hypothek nur als reine Zinsfrage zu behandeln. Weniger geeignet ist das Angebot für alle, die ausschliesslich eine kostenlose Beratung suchen: Der Beitrag von CHF 280.- für den reinen Marktvergleich fällt an, sofern am Ende keine Finanzierung über monfin zustande kommt, auch wenn die Firma diesen Fall mit dem Geld-zurück-Versprechen abfedert.
Was den Hypotheken-Check von einer klassischen Bankberatung unterscheidet, ist weniger der Marktzugang an sich, den bieten inzwischen auch andere Vermittler, sondern die Offenheit, mit der monfin die eigene Vergütung erklärt: eine Vermittlungsentschädigung auf Unternehmensebene, ein Fixlohn auf Beraterebene, und eine öffentlich genannte Preisspanne für den Fall, dass am Ende gar keine Hypothek über monfin zustande kommt. Für jemanden, der die Konditionen der eigenen Bank zumindest einmal ernsthaft gegenprüfen will, ist das eine der wenigen Adressen im Raum Bern, die diesen Vergleich mit eigenem Rechner, eigenem fünfstufigem Prozess und offen gelegter Kostenstruktur anbietet.