Bank BSU Genossenschaft

Bankstrasse 21, 8610 Uster · seit 1836

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Die Bank BSU Genossenschaft ist eine unabhängige Regionalbank mit Hauptsitz in Uster und 2 weiteren Geschäftsstellen in Volketswil und Dübendorf, alle im Zürcher Oberland gelegen. Gegründet 1836, begleitet die Genossenschaft nach eigener Darstellung "seit über 190 Jahren" Menschen und Unternehmen in der Region. Anders als eine Aktiengesellschaft hat die BSU nach eigenen Angaben keine Aktionäre und kein Aktienkapital: In der Kennzahlenübersicht der Bank steht unter Aktionäre wörtlich "keine da Genossenschaft" und unter Aktienkapital "keines da Genossenschaft ohne einbezahltes Kapital". Wer seit Winter 2024 bei der BSU eine Hypothek abschliesst oder erhöht, bekommt zudem etwas dazu: einen Baum oder eine Hecke, gepflanzt in der eigenen Region.

Eine Genossenschaft ohne Aktionäre

Formal firmiert die Bank als Bank BSU Genossenschaft. Diese Rechtsform prägt, wem das Institut gehört und wie es seinen Gewinn verwendet. Ohne Aktionariat fliesst der erwirtschaftete Gewinn nach eigener Darstellung vornehmlich in die Stärkung der Eigenkapitalbasis, und die Bank unterstützt daneben, wie sie schreibt, "kulturelle und gemeinnützige Institutionen sowie Vereine in der Region". Als Werte nennt die BSU auf ihrer Website Kundennähe, Vertrauen und Verantwortung, und sie beschreibt sich selbst als Institut, das "unabhängig und verantwortungsvoll" handelt. Geschäftsleitungsvorsitzender ist Damian Lanter (DAS Banking and Finance), an der Spitze des Verwaltungsrats steht Präsident Peter Eugster (Betriebsökonom HWV, EMBA Universität Zürich). Die Bank beschäftigt gemäss eigener Kennzahlenübersicht per Stichtag 31. Dezember 2025 insgesamt 38.3 Vollzeitstellen an den 3 Geschäftsstellen, und sie wirbt auf ihrem eigenen Blog damit, "erneut als «Great Place to Work» ausgezeichnet" worden zu sein.

3 Geschäftsstellen zwischen Uster, Volketswil und Dübendorf

Der Hauptsitz der Bank BSU liegt an der Bankstrasse 21 in 8610 Uster. Die beiden weiteren Geschäftsstellen befinden sich an der Lindenstrasse 7 in 8604 Volketswil und an der Bahnhofstrasse 36 in 8600 Dübendorf. Alle 3 Standorte führen laut Website dieselben Öffnungszeiten am Schalter, montags bis donnerstags von 09.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 16.00 Uhr, freitags von 09.00 bis 14.00 Uhr. Für eine Beratung mit Termin ist die BSU an allen 3 Standorten deutlich länger erreichbar, montags bis freitags von 08.00 bis 20.00 Uhr. Geleitet werden die Geschäftsstellen Volketswil und Dübendorf je von einem eigenen Geschäftsstellenleiter, Oliver Dobler in Volketswil und Daniel Bernet in Dübendorf.

Ein Baum pro Hypothek

Das auffälligste Merkmal der Bank BSU ist keine Kontoführungsgebühr und kein Zinsmodell, sondern eine Nachhaltigkeitsaktion. Für jede neu abgeschlossene oder erhöhte Hypothek pflanzt die BSU, wie es auf der eigenen Aktionsseite heisst, "gemeinsam mit dem Zürcher Bauernverband einen Baum oder eine Hecke in der Region". Die Idee stammt aus der bankeigenen Nachhaltigkeitskommission, die Aktion läuft seit Winter 2024. Bis Frühling 2026 wurden nach Angaben der Bank "total bereits 132 Bäume und 180 Meter Hecken gepflanzt", die nächste Pflanzung ist für Herbst oder Winter 2026 vorgesehen. Gepflanzt wird ausschliesslich im Einzugsgebiet der Bank, von Dübendorf bis Bauma und von Zell bis Wald, mit Obstbäumen wie Apfel-, Birnen- oder Zwetschgenbäumen, mit Einzelbäumen wie Sommerlinde, Eiche oder Birke, sowie mit Heckengehölzen wie Hainbuche, Feldahorn, Kornelkirsche, Hasel oder Holunder. Jeder gepflanzte Baum und jede Hecke ist auf einer Karte auf der Website verortet, mit Fotos dazu, sodass sich nachvollziehen lässt, wo die Bäume und Hecken der Aktion tatsächlich wachsen.

5 Hypothekarmodelle, eines davon mit Rabatt für Energieeffizienz

Die Bank BSU führt 5 eigene Hypothekarprodukte: Festhypothek, Hypothek eco, Flexhypothek, variable Hypothek und Baufinanzierung. Die Festhypothek läuft laut Produktseite zwischen 2 und 15 Jahren, der Zinssatz lässt sich bis 6 Monate im Voraus sichern, und der Mindestbetrag liegt bei CHF 100'000. In den "Gebühren und Konditionen" der Festhypothek nennt die Bank eine Amortisation, direkt oder indirekt, "bis 66% des Verkehrswerts" bei selbstbewohntem Wohneigentum, eine Kündigungsfrist von 3 Monaten auf Ende der Zinsperiode sowie feste Gebühren von CHF 250 für Abschluss, Erhöhung oder eine Änderung der Eigentumsverhältnisse, CHF 400 für Ablösung oder Saldierung, und CHF 50 für eine erste sowie CHF 100 für eine zweite Mahnung ausstehender Zinsen. Anfang September 2026 bewarb die Bank auf ihrer Website zusätzlich eine Aktions-Festhypothek: 8 Jahre Laufzeit zu einem Zinssatz von 1.53%, gültig nur für BSU-Neuhypotheken. Wie lange diese limitierte Aktion noch läuft, nennt die Website nicht, und die laufend automatisch aktualisierten Zinssätze der übrigen Laufzeiten publiziert die Bank auf einer eigenen, täglich nachgeführten Zinsseite.

Die Hypothek eco richtet sich an selbstbewohnte Hauptwohnsitze, mit einem Mindestbetrag von CHF 100'000 und einem Maximalbetrag von CHF 750'000, für Neubauten mit Minergie-Zertifikat oder GEAK-Ausweis A oder B ebenso wie für bestehende Gebäude mit derselben Einstufung. Wer die Bedingungen erfüllt, erhält laut Website "eine individuelle Zinsreduktion auf den Hypothekarbetrag" sowie eine Rückerstattung von bis zu CHF 1'000 der Zertifizierungskosten, allerdings nur, wenn die BSU zugleich Hauptbank ist, also mindestens ein Lohnkonto beim Institut geführt wird. Eine feste Zinszahl nennt die Bank für die Hypothek eco nicht: Kundinnen und Kunden sollen den individuellen Rabatt im Beratungsgespräch erfragen.

Die Flexhypothek koppelt den Zins an den SARON, konkret an den "SARON 3 Monate Compound", und passt ihn alle 3 Monate an, jeweils 5 Bankwerktage vor dem Zinstermin festgelegt. Die variable Hypothek kommt ganz ohne feste Laufzeit aus und lässt sich laut FAQ der Bank jederzeit mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten in ein anderes Modell wechseln. Für Neubauten, Umbauten oder den Immobilienkauf bietet die BSU zudem eine Baufinanzierung mit vorgeschaltetem Baukredit: Bei einer Promotionsfinanzierung berechnet die Bank dafür einmalig 0.25% der Anlagekosten, bei einer Eigenfinanzierung 0.10%, in beiden Fällen mindestens CHF 1'000. Für die spätere Immobilienfinanzierung nennt die Bank auf der Baufinanzierungsseite als Faustregel ein Eigenkapital von "in der Regel mindestens 20% des Kauf- oder Baupreises".

Bilanz einer kleinen, aber gewinnbringenden Regionalbank

Wie klein oder gross die BSU tatsächlich ist, zeigt ihre eigene Kennzahlenübersicht per Stichtag 31. Dezember 2025: Die Bilanzsumme lag bei CHF 1'197.898 Mio., die Kundenausleihungen bei CHF 1'084.738 Mio. und das anrechenbare Eigenkapital bei CHF 92.173 Mio. Das Zinsengeschäft erwirtschaftete netto CHF 11.017 Mio., unter dem Strich blieb ein Geschäftserfolg von CHF 2.175 Mio. Neben dieser Kennzahlentabelle stellt die Bank auf derselben Seite auch ihre Geschäftsberichte und Kurzberichte für die Jahre 2021 bis 2025 einzeln als PDF zum Download bereit.

Für wen sich die Bank BSU eignet

Am ehesten passt die Bank BSU zu Käuferinnen und Käufern im Zürcher Oberland, die eine Liegenschaft in Uster, Volketswil, Dübendorf oder der näheren Umgebung finanzieren und dabei eine Genossenschaft statt eines Grosskonzerns am anderen Ende des Beratungstisches wollen. Wer zusätzlich auf ein GEAK- oder Minergie-Zertifikat setzt, findet mit der Hypothek eco eine Produktlinie, die eine energieeffiziente Bauweise mit einer eigenen Zinsreduktion und einer Rückerstattung der Zertifizierungskosten verbindet. Und wer sich beim eigenen Hauskauf nicht nur einen Schlüsselbund, sondern auch einen sichtbaren Beitrag zur eigenen Region wünscht, bekommt bei der BSU seit Winter 2024 beides: eine Hypothek und, gemeinsam mit dem Zürcher Bauernverband, einen Baum oder eine Hecke, die im Zürcher Oberland tatsächlich wächst.

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