Clientis Bank Aareland
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Die Clientis Bank Aareland geht auf 2 Sparvereine zurück, die es mit dem Ersparen ihrer Kundschaft ernst meinten, lange bevor es den Namen Aareland gab. 1834 gründeten Küttiger Bürger die Ersparnisgesellschaft Küttigen, 1837 folgte in der Nachbargemeinde die Ersparniskasse Erlinsbach. Im Jahr 2000 wandelte sich die Küttiger Institution in eine Aktiengesellschaft um, und 2007 schlossen sich die beiden Häuser zur Clientis Bank Küttigen-Erlinsbach AG zusammen. 2014 kam mit Lostorf eine dritte Geschäftsstelle dazu, und weil der Name Küttigen-Erlinsbach diese Erweiterung nicht mehr abbildete, benannte sich die Bank 2018 nach der Region um, die alle 3 Standorte verbindet: das Aareland zwischen Küttigen, Erlinsbach und Lostorf.
Aus dieser Fusionsgeschichte ist ein kleines, aber eigenständiges Institut hervorgegangen. Als Aktiengesellschaft zählt die Clientis Bank Aareland 1'776 Aktionäre, die nach Kapitalanteil statt nach Kopf mitbestimmen, ein Unterschied zu jenen Regionalbanken der Nachbarschaft, die als Genossenschaft geführt werden. Die Bank beschäftigt 34 Mitarbeitende, umgerechnet 25.15 Vollzeitstellen, und führt 3 Geschäftsstellen: den Hauptsitz an der Hauptstrasse 10 in 5024 Küttigen sowie je eine Filiale in Erlinsbach und Lostorf. Am Hauptsitz ist der Schalter montags, mittwochs und freitags von 09.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr offen, dienstags und donnerstags dagegen nur am Vormittag, von 09.00 bis 12.00 Uhr, der Nachmittag bleibt an diesen beiden Tagen geschlossen.
Die eigene Kennzahlentabelle der Bank weist für den Stichtag 31.12.2025 eine Bilanzsumme von 1'036'046, Kundenausleihungen von 832'141 und Kundengelder von 817'529 aus, dazu ein Eigenkapital von 65'278 und einen Jahresgewinn von 1'199, allesamt beschriftet mit der Einheit Mio. CHF. Diese Beschriftung ist falsch: Für ein Haus mit 3 Geschäftsstellen und 34 Mitarbeitenden würde eine Bilanzsumme von über 1'036 Milliarden Franken eine der grössten Banken der Welt ergeben. Die eigene Bilanztabelle im Halbjahresbericht 2026 der Bank weist dieselben Werte für denselben Stichtag ausdrücklich in der Einheit CHF 1'000 aus, und auch die Halbjahresmedienmitteilung vom 24. Juli 2026 nennt die Bilanzsumme in der richtigen Grössenordnung, nämlich rund CHF 1,06 Mrd. Die Zahlen selbst stimmen also, nur die Einheit auf der Kennzahlenseite ist ein Beschriftungsfehler: Die Bilanzsumme lag Ende 2025 bei rund 1,036 Milliarden Franken, nicht bei über 1'036 Milliarden.
Im ersten Halbjahr 2026 wuchs das Geschäft weiter. Gegenüber Ende 2025 stieg die Bilanzsumme um knapp CHF 25 Mio. beziehungsweise 2,4 % auf rund CHF 1,06 Mrd., die Kundengelder nahmen um CHF 17,4 Mio. auf CHF 835 Mio. zu, und die Kundenausleihungen legten um CHF 26 Mio. beziehungsweise 3,1 % auf CHF 858 Mio. zu, davon 824'432 (in CHF 1'000) als Hypothekarforderungen. Der Kundendeckungsgrad, das Verhältnis von Kundengeldern zu Kundenausleihungen, liegt laut eigener Mitteilung bei 97,3 %. Der Geschäftsertrag erhöhte sich um 4,4 % auf CHF 6,957 Mio., der Bruttogewinn um 5,2 % auf rund CHF 2,87 Mio., und laut eigener Kennzahlentabelle stieg der Halbjahresgewinn, in derselben Einheit von 1'000 Franken, von 650 im Vorjahr auf 761.
Eigenständig in der Regionalbankengruppe Clientis
Rechtlich ist die Clientis Bank Aareland eine Aktiengesellschaft auf unbestimmte Dauer, deren ordentliche Generalversammlung laut eigener Organisationsseite alljährlich innerhalb von 4 Monaten nach Abschluss des Geschäftsjahres stattfindet, 2026 war das am 27. März. Die Führung teilt sich zwischen 2 Organen: Dem Verwaltungsrat steht laut Statutentext die Oberleitung der Gesellschaft sowie die Aufsicht und Kontrolle der Geschäftsleitung zu, während der Geschäftsleitung die Geschäftsführung im Sinne des Bankengesetzes obliegt. Verwaltungsratspräsident ist Daniel Heller, Vorsitzender der Geschäftsleitung Hansjörg Gloor, der das Halbjahresergebnis 2026 mit den Worten kommentierte, die Bank setze ihren Weg als Regionalbank fort und schaffe Mehrwert im Sinne der eigenen Vision: Blühender Wohlstand im Aareland. Als rechtlich selbständiges Institut ist die Clientis Bank Aareland der Entris Holding AG angeschlossen und gehört dort zur Teilgruppierung der Clientis Banken, ein Verbund von örtlich verwurzelten Regionalbanken, die sich Produktentwicklung, Refinanzierung und regulatorische Infrastruktur teilen, strategische und Kreditentscheide aber selbst treffen.
Hypotheken für Privat- und Firmenkundschaft
Wer bei der Clientis Bank Aareland eine Hypothek sucht, findet auf der Privatkundenseite eine Festhypothek mit über die ganze Laufzeit gleichbleibendem Zins, eine variable Hypothek mit offener Laufzeit und schwankendem Zins, eine Geldmarkthypothek, die sich am SARON orientiert, sowie einen Bau- und Umbaukredit für Neubauten, Umbauten und Renovationen. Dieselben 4 Produkte finden sich, praktisch wortgleich, auch auf einer eigenen Seite für Firmenkundschaft: Die Bank führt ihr Hypothekarangebot für Privatpersonen und für KMU an 2 getrennten Adressen im eigenen Auftritt, mit eigener Navigation für Firmenkunden neben Krediten, Konten und Vorsorgelösungen für Unternehmen. Aktuelle Zinssätze für Hypotheken publiziert die Website nicht als feste Tabelle: Die Zinsseite lädt die Werte dynamisch nach, sodass sich kein Satz und keine Gebühr aus dem abgerufenen Text zitieren lässt. Wer eine konkrete Zahl braucht, muss den eigenen Beratungstermin online buchen oder anrufen.
Beratungszentrum und lokale Verankerung
Neben dem Bankschalter führt die Clientis Bank Aareland ein eigenes Beratungszentrum, das Fragen rund um Pensions- und Finanzplanung, Steuererklärungen, Vorsorge sowie Nachlass- und Erbteilung bearbeitet, telefonisch erreichbar unter 062 857 44 50 von Montag bis Freitag zwischen 09.00 und 11.45 Uhr oder per E-Mail an beratungszentrum@cba.clientis.ch. Für eine Bank mit 3 Geschäftsstellen ist das ein auffällig eigenständiger Zusatzdienst, der über das reine Hypothekengeschäft hinausgeht. Wie sehr sich das Haus über seine Region definiert, zeigt auch die Bilderstrecke der eigenen Halbjahresmitteilung: ein Scheck aus dem Reinerlös des CBA-Standes am Lostorfer Weihnachtsmarkt für das Skilager und die Exkursionskasse der Schule Lostorf, der 2. Preis am Kantonalen Schwingfest in Stüsslingen und ein Risotto-Event in Erlinsbach, alles Ereignisse aus dem ersten Halbjahr 2026, die eher zu einem Vereinsleben als zu einer Bankbilanz passen und trotzdem auf der offiziellen Medienseite der Bank stehen.
Für wen sich die Clientis Bank Aareland eignet
Wer im Dreieck Küttigen, Erlinsbach und Lostorf wohnt oder dort ein Eigenheim finanzieren will und einen Ansprechpartner sucht, der seit 1834 in der Region verwurzelt ist und trotzdem über die Clientis-Gruppe an Refinanzierung und Marktzugang eines grösseren Verbunds angeschlossen bleibt, findet in der Clientis Bank Aareland ein Haus, das genau dafür steht. Ein Beratungszentrum für Vorsorge und Steuern neben dem eigentlichen Bankgeschäft und ein eigenes Hypothekarangebot für KMU sprechen für eine Bank, die mehr anbietet, als ihre 3 Schalter vermuten lassen. Der Nachteil ist ebenso deutlich: Mit nur 3 Geschäftsstellen, alle innerhalb weniger Kilometer entlang der Aare, ist die Bank für Interessenten ausserhalb dieses Einzugsgebiets kein Haus zum spontanen Vorbeigehen, und wer vor der ersten Beratung schon eine grobe Hypothekarzinsspanne vergleichen möchte, bekommt sie von dieser Website nicht, sondern erst im Gespräch. Wer dafür ein eigenständiges, seit 2018 unter diesem Namen geführtes Institut mit 1'776 Aktionären und einer Bilanzsumme von rund 1,06 Milliarden Franken sucht statt einer anonymen Grossbankfiliale, ist bei der Clientis Bank Aareland an der richtigen Adresse.