Raiffeisenbank Aare-Rhein

Leuggern, Aargau · seit 1916

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Von der Darlehenskasse Leuggern zur Raiffeisenbank Aare-Rhein

Am 1. Oktober 1916 versammelten sich 41 Mitglieder zur Gründung der Darlehenskasse Leuggern, dem ersten Vorläufer der heutigen Raiffeisenbank Aare-Rhein. Die eigene Chronik der Bank hält den Weg von dort bis heute in einer Reihe datierter Etappen fest, und wer sie liest, sieht eine Genossenschaft wachsen statt nur ihr Alter behaupten. 1935 überschritt die Bilanzsumme erstmals CHF 1 Mio., 1966 feierte die junge Kasse ihr 50-Jahr-Jubiläum im Saal zur Sonne in Leuggern, und 1974 kaufte sie eigene Bankräume in Leuggern und bezog sie. 1975 lag die Bilanzsumme bereits bei CHF 10 Mio.

Die eigentliche Formung der heutigen Bank begann erst danach, über 3 Fusionen in den 9 Jahren zwischen 1995 und 2004. 1995 schlossen sich die Raiffeisenbanken Leuggern und Koblenz-Rietheim zusammen und traten fortan als Raiffeisenbank Leuggern-Koblenz-Zurzach auf. 1999 kam die Raiffeisenbank Mandach dazu, und 2004 folgte die Fusion mit der Raiffeisenbank Leibstadt, verbunden mit der Umbenennung in Raiffeisenbank Aare-Rhein, den Namen, unter dem die Bank bis heute firmiert. Die Mitgliederzahl überschritt 2009 die Marke von 5000, und die Bilanzsumme wuchs seither in klar dokumentierten Schritten weiter: 2012 auf über CHF 500 Mio., 2014 auf über CHF 600 Mio., 2018 auf über CHF 700 Mio., 2019 auf über CHF 800 Mio., 2021 auf über CHF 900 Mio. und 2022 schliesslich auf über CHF 1000 Mio. In wenigen Wochen, am 1. Oktober 2026, liegt der 110. Jahrestag jener Gründungsversammlung von 1916, mit der die Geschichte der Bank begann.

Geschäftsstellen und Bancomaten am Hochrhein

Von den 4 Namen, die in den Fusionen zwischen 1995 und 2004 aufgingen, führt die Bank heute noch 3 eigene Geschäftsstellen: in Leuggern (Postleitzahl 5316), in Bad Zurzach (5330) und in Leibstadt (5325). Koblenz, das 1995 als Teil der Fusion mit der Raiffeisenbank Koblenz-Rietheim in die Bank einging, hat keine eigene Beratungsstelle mehr, aber einen eigenen Bancomat an der Bahnhofstrasse in Koblenz (5322), der die alte Präsenz im Dorf sichtbar hält. Insgesamt zählt die Bank 5 Bancomat-Standorte: je einen in Leuggern und Leibstadt, den bereits genannten in Koblenz, und in Bad Zurzach gleich 2, einen im Freien und einen zweiten in einer eigenen Indoor-Zone mit durchgehender Öffnung. Wer also ausserhalb der Schalteröffnungszeiten Bargeld braucht, hat selbst in der kleinsten der ehemals eigenständigen Fusionsgemeinden noch eine Anlaufstelle, auch wenn dort längst keine Beraterin oder kein Berater mehr sitzt.

Führung und Genossenschaft

An der Spitze der operativen Bankleitung steht Rolf Wolfensberger als Vorsitzender, mit Dominik Laube als Leiter Services, Lea Müller als Leiterin Beratung und Rouwen Salpeter als Leiter Vertrieb und Unternehmensentwicklung. Den Verwaltungsrat, das Aufsichtsgremium der Genossenschaft, präsidiert Philipp Emmenegger, mit Mirjam Kleeb als Vizepräsidentin sowie Beda Mrose, Matthias Scheuber und Astrid Weiss als weiteren Mitgliedern. Für die Vermögensberatung zeichnet Roger Binder verantwortlich, für die Privatkundenberatung Luisa Durot und für die Kundenberatung Philipp Walde. Als Genossenschaft gehört die Bank ihren Mitgliedern, die über das Mitgliederprogramm MemberPlus lokale Vorteile erhalten und, wie die Marke von 5000 Mitgliedern seit 2009 zeigt, eine Basis bilden, die deutlich über die reine Kundschaft der 3 Geschäftsstellen hinausreicht.

GEAK Plus: vergünstigter Gebäudeenergieausweis für Hypothekarkunden

Ein Angebot, das die Raiffeisenbank Aare-Rhein von einer reinen Kreditvergabestelle unterscheidet, findet sich auf ihrer eigenen Seite zum GEAK Plus, dem offiziellen Gebäudeenergieausweis der Kantone. Für die energetische Modernisierung von Wohngebäuden arbeitet die Bank mit der ibih AG aus Aarau zusammen, einem Partner der Raiffeisenbank Aarau-Lenzburg, dessen Fachleute die Beratung übernehmen. Wer bei der Raiffeisenbank Aare-Rhein eine Hypothek hält, erhält den GEAK Plus nach eigenen Angaben der Bank bereits ab 500 Franken, eine Vorzugskondition gegenüber dem freien Markt. Für Eigentümerinnen und Eigentümer älterer Liegenschaften im Einzugsgebiet, die eine Sanierung planen und dafür zuerst wissen müssen, wo ihr Gebäude energetisch steht, ist das ein konkreter Grund, das Gespräch mit dieser Bank und nicht mit einer x-beliebigen anderen zu suchen, unabhängig davon, ob am Ende auch die Finanzierung dort landet.

Zinssätze und was die Website offen lässt

Bei den Hypothekarmodellen selbst folgt die Raiffeisenbank Aare-Rhein dem schweizweit einheitlichen Angebot der Raiffeisen Gruppe: eine Festhypothek für alle, die steigende Zinsen absichern wollen, eine SARON Flex-Hypothek für alle, die von tiefen oder sinkenden Zinsen profitieren möchten, und eine variable Hypothek, die sich jederzeit wechseln oder direkt zurückzahlen lässt. Diese 3 Modelle beschreibt die Seite Wohnen und Hypotheken wortgleich für jede lokale Raiffeisenbank, und sie nennt dabei weder einen Zinssatz noch eine Belehnungs- oder Tragbarkeitsgrenze noch eine Amortisationsfrist. Auch die eigens verlinkte Seite Zinssätze und Preise zeigt keine Zahlen im Fliesstext, sondern verweist auf separate Preisblätter, darunter eines zu Konten und Zinssätzen für Privatkunden mit Stand 1. Januar 2026. Wer den aktuellen Hypothekarzins dieser Bank wissen will, findet ihn also nicht direkt auf der Seite, sondern muss das verlinkte Preisblatt öffnen oder das persönliche Gespräch suchen, das die Bank über ihr Kontaktformular oder die Terminseite der Gruppe anbietet.

Was die Bank stattdessen konsequent offenlegt, ist ihre eigene Geschichte in Zahlen: die datierte Chronik von der Gründungsversammlung 1916 bis zur Bilanzsumme von über CHF 1000 Mio. im Jahr 2022, dazu eine Reihe von Geschäftsberichten, die bis ins Jahr 2013 zurückreichen und bis zum Zwischenabschluss 2026 laufend ergänzt werden. Das ist kein Ersatz für einen Zinssatz zum Nachlesen, aber es zeigt, wie lange diese Genossenschaft schon Bestand hat und wie kontinuierlich sie über ihre Entwicklung berichtet. Beides findet sich auf der reinen Produktseite einer Grossbank selten in dieser Ausführlichkeit.

Für wen sich die Bank eignet

Am ehesten passt die Raiffeisenbank Aare-Rhein zu Käuferinnen, Käufern und Eigentümerinnen im Dreieck Leuggern, Bad Zurzach und Leibstadt, die eine Geschäftsstelle in der Nähe einer reinen Online-Abwicklung vorziehen und Wert auf eine Genossenschaft mit langer, nachvollziehbarer Geschichte legen. Besonders für alle, die eine Sanierung oder energetische Modernisierung planen, macht die vergünstigte Zusammenarbeit mit der ibih AG Aarau beim GEAK Plus einen ersten Termin naheliegend, selbst wenn die Hypothek am Ende woanders abgeschlossen wird. Wer dagegen zuerst einen Prozentsatz vergleichen will, bevor er überhaupt anruft, muss das verlinkte Preisblatt öffnen oder ein Beratungsgespräch buchen, denn die Website selbst nennt keinen. Das ist dieselbe Zurückhaltung, die praktisch jede lokale Raiffeisenbank an den Tag legt, hier aber gepaart mit einer Chronik, die ihre 110 Jahre Geschichte nicht behauptet, sondern mit Jahreszahlen und Bilanzsummen belegt.

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